Über Umwege in die 1970er
- Harald Oftner
- 2. Juni
- 1 Min. Lesezeit
Liebe Freundinnen und Freunde,
von Heiligenhafen zur Marina Schilksee bei Kiel darf man an sogenannten Schießtagen ( Tage, an denen die Deutsche Bundeswehr zu Übungszwecken mit Kanonen von Land und von Schiffen scharf auf Ziele im Wasser schießt ) nicht durch das Übungsgebiet Todendorf fahren und muss einen Kreis von 15 sm = 30 km Umweg fahren. Das Gebiet ist nicht nur in der Seekarte eingezeichnet, es ist auch mit gelben Tonnen ( Laien sagen Bojen dazu ) gekennzeichnet, und wird von der Marine genau beobachtet. Ahnungslose Hobbysegler werden über Funk streng zurechtgewiesen, oder bei keiner Reaktion auf den Funkspruch mit Booten aus dem Gefahrenbereich begleitet, auf Touristen wollen auch die Waffennarren vom Militär nicht schießen.
In der Marina Schilksee die im Jahr 1972 der Ausgangspunkt für die Olympischen Segelbewerbe war, fühlt man sich in die 1970er Jahre zurückversetzt.
Eine Architektur im Stile des meiner Meinung nach überbewerteten und mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Harry Glück erschlägt die Besucher mit einer Betonorgie im brutalsten Stil. Ein grindiges Alterlaa ( Preisgekrönte Monsterbauten in Wien von Herrn Glück ) am Wasser.
Da bin ich doch froh, dass wir nur zwei Nächte hier sind, und dann weiterfahren.































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