2000 Meter Wasser unter dem Schiff
Liebe Freundinnen und Freunde,
wir haben auf ideales Wetter gewartet und heute die Überfahrt über den Golf von Taranto von Gallipoli nach Crotone gewagt.
Zwar sind wir Strecken, wo man rundherum kein Land sieht, von Deutschland und Dänemark gewohnt, allerdings ist dort in der Ostsee das Wasser selten tiefer als 20 oder 30 Meter - eh genug, dass das Boot kaputt ist, wenn es untergeht, und nicht seicht genug, dass man im Wasser stehen kann - aber die Vorstellung, dass hier das Ionische Meer 2000 Meter tief ist war mir doch ein bisschen unheimlich. Ein Kilometer ist die Länge der Meidlinger Hauptstaße von der Lobkowitzbrücke bis zur Philadelphiabrücke haben wir von Herrn Professor Starck in der Singrienergasse gelernt, diese Entfernung zweimal hintereinander unter dem Boot bis zum Grund zu haben war etwas befremdlich für mich, ich habe mir aber natürlich gegenüber Manuela nichts anmerken lassen, mich schnell an das tiefe Wasser gewöhnt, und habe sogar ein Mittagsschläfchen gemacht, während Manuela gesteuert hat.
In Crotone angekommen haben wir uns mit Aperol Spritz und Pizza für die Überfahrt belohnt. Jetzt bleiben wir wieder ein paar Tage hier, die Wellen ausserhalb des sicheren Hafens sind wieder 1 1/2 Meter hoch, da würde die nächste Etappe, die auch wieder eine der längeren ist zu einer unnötigen Qual, da warten wir wieder auf besseres Wetter, Zeit haben wir ja genug.



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