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Zeitreise in den Ostblock

Liebe Freundinnen und Freunde,


die Fahrt mit der Fähre Ancona - Split versetzt einen in die Zeiten des tiefsten Ostblocks.


Personal, das die Passagiere als Störung ihrer Ruhe betrachtet, ein - sogar für mich, der wirklich nicht heikel ist - fast ungeniessbares, wie beim Militär lieblos auf den Teller gepapptes Essen und eine Kabine, die zwar als Luxus - Aussenkabine um viel Geld verkauft wird, aber mit ihrer kargen Ausstattung eher an eine Zelle in einem Kloster, in dem Schwestern und Mönche zu einem Leben in Armut verpflichtet sind, erinnert. ( nichteinmal eine Steckdose zum laden des Handys ist vorhanden.) Die Trostlosigkeit wird durch leere Schaukästen und geschlossene Shops perfektioniert.


Das Schiff wurde 1978 in Irland gebaut, ist zwischen Irland und Grossbritannien gependelt, und wurde, nachdem es westlichem Standard nicht mehr entsprochen hat 1996 an die Jadrolinija verkauft, seitdem ist nichts mehr renoviert worden, die Maschine ist so laut und vibriert so stark, dass Tiefbässe und schepperndes Blech ein schlafen fast unmöglich machen.


Ein Wahnsinn auch die Verladung der Fahrzeuge. LKWs werden so eng geschlichtet, dass ein vorbeigehen bis zum eigenen Fahrzeug auch für schlanke Personen unmöglich ist, die Passagiere müssen vor der Rampe den ausfahrenden LKWs im Weg stehen, bis der Weg frei ist - in den Ferien, wenn viele Familien mit Kindern an Bord sind, für alle Beteiligten ( ausser für die Mitarbeiter der Jadrolinjia, die haben Spass am Chaos ) ein gefährlicher Horrortrip.


Unser Fazit nach dieser - immerhin fast 500€ teuren Überfahrt: Nie wieder Jadrolinija!


Wir haben aber zum Glück die Überfahrt unbeschadet überstanden, und über die Küstenstrasse Zadar erreicht.






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