Ancona - des kennts eich ghoidn.
Liebe Freundinnen und Freunde,
als erstes für alle mit nicht Wiener Muttersprache eine Übersetzung des Titels, der bedeutet: Ancona könnt Ihr Euch behalten - diese Stadt ist für uns allein durch ihre Vorstellung uninteressant.
Gut, aber der Reihe nach. In Fano schlenderten wir gestern noch gemeinsam mit einer netten, befreundeten Familie durch die Innenstadt und über die Strandpromenade, heute sind wir schon wieder weitergezogen.
Im Hafen wurden gerade ein paar Oligarchenjachten der Marke Pershing - komisch, mir ist dieser Name nur von irgendwelchen bedrohlichen Raketen, gegen die in den 1980er Jahren demonstriert wurde geläufig - die hier gebaut werden, vor der Auslieferung an die reiche Kundschaft geputzt.
Auf spiegelglatter See erreichten wir nach 4 Stunden den Hafen von Ancona, wo wir trotz Anmeldung über die Navily - App nicht erwartet wurden, und uns gleich gesagt wurde, dass wir wegen des überfüllten Hafens nur einen statt der angemeldeten zwei Tage bleiben können. Das Einchecken im Büro dauerte dann wieder ewig, alle Papiere, die ich schon per Navily geschickt hatte, wurden vom Original eingescannt und ausgedruckt, auf einem Formular musste ich nicht nur meine persönlichen Daten und die des Bootes eintragen, nein sogar der letzte Hafen und das nächste Etappenziel wurde gefragt. Natürlich wurde in dieser Zettelwirtschaft mein abgelaufener Personalausweis wieder nicht als ungültig erkannt - mein kleiner persönlicher Rachefeldzug gegen die italienische Bürokratie hat wieder einmal funktioniert.
So, und weil die uns nicht haben wollen, schauen wir uns die Stadt - die eh nur kompliziert mit dem Bus zu erreichen wäre nicht an, sondern essen nur - zugegebenermaßen köstliche und wirklich preiswerte - Pasta im Hafencafe.


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