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Italienische Zettelwirtschaft

6. Sept.
1 Min. Lesezeit


Liebe Freundinnen und Freunde,


ich habe schon bei meiner - gefühlt schon ewig lange vergangenen - beruflichen Tätigkeit als LKW - Fahrer festgestellt, dass in Italien eine Liebe zu Formularen, Dokumenten und sonstigen komischen Zetteln den Alltag bestimmt, die höchstens von der Liebe zu gutem Essen übertroffen wird.


So wurde von mir im ersten italienischen Hafen - in Bibione - nicht so wie in Deutschland, Dänemark oder Schweden bei der Anmeldung im Hafen nur die mündliche Angabe der Länge und Breite des Bootes und die Bezahlung der Liegegebühr verlangt, nein, ich musste in der brütenden Hitze zurück zum Boot und die Mappe mit den Papieren holen. Reisepässe, Bootsführerscheine, Zulassung, Seebrief und Versicherungsbestätigung wurden eingescannt und gespeichert und eine Menge an Papier ausgedruckt, die ganze Prozedur dauert pro Boot eine halbe Stunde, ein Glück dass niemand vor uns war.


Trotzdem konnte ich die Dame an der Rezeption ein bisschen necken, sie hat nicht bemerkt, dass mein Personalausweis vor 2 Monaten abgelaufen ist, da wird sie bei einer Kontrolle ihrer Arbeit durch eine Vorgesetzte eine Rüge bekommen.

 
 
 

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